In Kopenhagen hat der Klimawandel Pause

Viele Menschen fahren mit dem Fahrrad durch eine Stadt

Wer in Kopenhagen zur Mittagspause in der Natur entspannen will, den zieht es hoch hinaus. Und zwar auf eines der vielen lokalen Green Rooftops. Die idyllischen Dachgärten gibt es in der dänischen Hauptstadt in allen Varianten, sowohl öffentlich als auch privat. Denn der nachhaltige Trend ist weder teuer noch aufwendig. Doch warum beweisen sich die Kopenhagener als ambitionierte Gärtner?

Pionierleistungen für das Klima

Das Ziel der dänischen Metropole ist klar: bis 2025 die erste klima-neutrale Hauptstadt der Welt sein. Kopenhagen will lebenswert bleiben und zugleich gegen den Klimawandel ankämpfen. Schließlich verursachen Städte nahezu drei Viertel aller weltweiten CO₂-Emissionen. Dass die Stadt an der Ostsee sich bereits auf dem besten Weg zur Klimaneutralität befindet, beweisen die Zahlen. Schon im Jahr 2015 hat Kopenhagen seine Kohlenstoffemissionen um ein Fünftel gesenkt. Hunderte Initiativen und Projekte tragen dazu bei, diesen Weg weitervoranzutreiben.

Eines davon ist das Rooftop Gardening. Der grüne Trend breitet sich zunehmend auf den Dächern der Stadt aus. Die Pflanzen sammeln das Regenwasser und reduzieren die Kohlendioxidmenge in der Luft. Deshalb werden auch am Boden sogenannte Pocketparks – kleine Grünflächen zwischen den Häusern – gepflanzt.

Sauberes Badewasser statt Industrieabfällen

Nicht nur die zahlreichen Grünflachen machen die dänische Metropole so lebenswert: Das Hafenwasser ist so sauber, dass man zu jeder Jahreszeit darin schwimmen kann. Wo früher die Umwelt durch Industrieabfälle, Abwässer und Ölaustritte verschmutzt wurde, tummeln sich nun Badegäste – dank modernisierter Kanalisation und erweiterten Kläranlagen. Dass Nachhaltigkeit mit gesteigerter Lebensqualität einhergeht beweist Kopenhagen auch mit dem umfangreichen Aus- und Umbau des öffentlichen Verkehrsnetzes. Dieses wird künftig einfacher und effizienter zu nutzen sein. Die Anzahl der Fahrgäste soll sich dadurch bis 2018 im Vergleich zu 2010 verdreifachen.

Das Hauptverkehrsmittel in der Hauptstadt ist und bleibt jedoch das Fahrrad. Zum Vergleich: Die Kopenhagener fahren jährlich insgesamt 660.000 Kilometer mit der Metro, jedoch 1,2 Millionen Kilometer mit dem Rad – das wäre zweimal eine Fahrt zum Mond und zurück. Die Stadt will das Radwegnetz um mehr als 100 Kilometer ausbauen, damit Fahrradfahren noch attraktiver wird. So soll bis 2025 die mit dem Drahtesel zurückgelegte Strecke um ein Fünftel gesteigert werden.

Kopenhagen – die erste Bike-City weltweit


50 Prozent

aller Einwohner pendeln täglich mit dem Fahrrad

 

Bis zu 40.000

Einwohner treten pro Tag in die Pedale.

 

63 Prozent

aller Parlamentsabgeordneten fahren mit dem Rad in die Arbeit.

 

Auf 520.000

Einwohner in Zentral-Kopenhagen kommen 560.000 Fahrräder.

 

Um bis dahin auch vollkommen  emissionsfrei zu sein, investiert Kopenhagen außerdem in die umfangreiche Sanierung von Gebäuden. Dadurch soll der Strom- und Wärmeverbrauch bis zu 20 Prozent sinken. Mehr Biomasse-Kraftwerke und Windanlagen liefern CO₂-freie Energie. Zudem ist geplant, Erdwärme verstärkt beim Heizen einzusetzen. Insgesamt will die dänische Metropole drei Milliarden Euro in den Umbau investieren – damit 2025 nicht nur die Dächer der Stadt grün sind, sondern ganz Kopenhagen.

Sie möchten mehr über die Klima-Maßnahmen der dänischen Hauptstadt erfahren? Weitere Infos finden Sie hier: Green Living in Kopenhagen.

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